der fluch des professionellen lesens

nach meinem kleinen exkurs über das semi-professionelle schreiben (wissenschaftliche arbeiten) und den reaktionen auf meine kleine, aber sehr feine „hitlist des scheiterns„, hier ein paar worte über das weglegen von büchern: das erregte lesen von freiwillig ausgesuchter literatur hab ich erst heuer wieder reaktiviert entdeckt. 

seit juni 2001, also seit meiner matura (wir danken albert wogrolly), durfte ich mit dem lesen nicht nur mein geld verdienen, sondern das lesen wurde gegenstand von punktueller wissensabfrage. und nicht etwa sekundärliteratur – seit sieben jahren oder so fresse ich mich durch den kanon und seine ausläufer, um irgendwan dem zu entsprechen, was man einen germanisten nennt (bald bin ich LINGUIST, dann ist der spuk vorbei). rund 80 prozent der (an)gelesenen bücher in meinen regalen habe ich aufgrund von literaturlisten angeschafft, oft stand ein werk pro woche auf dem programm (neben dem job, versteht sich), die ausbeute bei dünnen heftchen wie „wilhelm meisters lehrjahren“, „auslöschung. ein zerfall“ oder (fill in the blank) war dementsprechend tiefschürfend. sprich: „der fluch des professionellen lesens“ weiterlesen

zu lesen

Für all jene, die gerne Bücher lesen, ab sofort und ab und zu ein paar Empfehlungen. Folgende Bücher haben mich heuer ans Bett gefesselt:

  • Uwe Tellkamp „Der Turm„, Suhrkamp 2008 (still ongoing project)
  • Emile Zola „Nana„, 1880. Neu aufgelegt im Insel Verlag 2008
  • Andrea Stift „Klimmen„, Wieser 2008
  • (wirklich wahr) André Heller „Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein„, S. Fischer 2008
  • Thomas Bernhards Autobiografische Schriften „Die Ursache / Der Keller / Der Atem / Die Kälte / Ein Kind„, Residenz 2007 (ongoing poject)
  • Fjodor M. Dostojewski „Verbrechen und Strafe„, 1866, Übers. v. Swetlana Geier, S. Fischer 1996
  • Luke Davies „Candy„, Random House 1998. UNBEDINGT auch: Verfilmung mit Heath Ledger 2007
  • Chuck Palahniuk „Rant: The Oral History of Buster Casey„, Random House 2008 (hübschere Version bei Bantam Dell, 2007)
  • Arno Geiger „Es geht uns gut„, dtv 2007

Und die ewige Hitlist des Scheiterns trotz mehrmaliger Versuche „zu lesen“ weiterlesen