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Musikhören? Da war doch mal etwas wie Leidenschaft…

Das ist ganz schön beängstigend: Den zweiten Tag in Folge stehe ich am Beginn eines Tages, an dem ich weder etwas zu schreiben habe, noch wirklich etwas zu lesen (den zwei Zug-Fahrten Wien-Venedig-Wien sei Dank: Ich bin erstmals halbwegs im universitär aufgedrängten Lektüre-Zeitplan). Und nach dem Querlesen der Tageszeitungen der letzten vier Tage ist sie da: Die gedankliche Leere, nein Weite: Nichts schreiben zu müssen – ein Gefühl, das Seltenheitswert gewonnen hat. So sehr ich meine Arbeit auch liebe.

Und bevor sich mein Kopf nun gefährlich mit zu produzierender Literatur füllt – eine Angst, die ich seit eineinhalb Jahren mit Nicht-Dichten erfolgreich bekämpft habe – kehre ich zu jenem Ansinnen zurück, das ich vor einigen Wochen hier geäußert habe. Eine kleine Analyse der Verrohung meines Musik-Konsums, seit es das Internet in meinem Leben gibt. „Musikhören? Da war doch mal etwas wie Leidenschaft…“ weiterlesen

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Postnarkotische Tristesse

mansonNach meinen Erfahrungen mit grippaler Illiteralität kämpfe ich nun mit postoperativer Antriebsstörung, postnarkotischer Tristesse und überhaupt ist alles so anstrengend. Ich lese und lese, aber es geht nix weiter (das liegt am Buch), ich müsste was arbeiten und verschieb’s seit Stunden auf morgen Früh (wo ich ja bekanntlich Leistungs-Hochs zu erwarten hab, haha) und surfe mir den Verstand aus dem Leib. Deshalb hier ein Link zur cool gemachten Website von Tarantinos „Inglourious Basterds“ (der Soundtrack ist irre) und ein Hinweis auf das Manson-Album, das dieser Tage erscheint. Das Video zur ersten Single „Arma-goddamn-motherfuckin-geddon“ ist dort auch zu sehen. Und irgendein Typ hat das gesamte Album bereits auf Youtube gestellt, meine nächsten Stunden sind also gesichert. Ansonsten: Warte ich auf Energie.

(Picture taken from http://www.mansonusa.com)

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Fast Forward?

Einige Kilo leichter und wesentlich weniger belesen als erhofft zurück in meinen 25 Wänden. Während ersteres Problem mit einer kurzen Bier-Kur bestimmt binnen weniger Tage in den Griff zu bekommen ist (wer hilft?), ist mein Versuch, in 5 Tagen Krankenhaus 5 Bücher der deutschsprachigen Weltliteratur des 20. Jahrhunderts zu vernichten grandios gescheitert und wird es auch bleiben. Denn: Der Sommer ist da, viiieeell Arbeit wartet: Lesungen, Abgabetermine, Biennale, Marilyn Manson-Konzert in Linz, usw. Und an den übrigen freien Tagen gilt es, an Festwochen-Programm nachzuholen, was geht. Ja. Und eben die Weltliteratur lesen und bei den Prüfungen mein charmantestes „Bitte-das-ist-mein-letztes-Semester-und-ich-komme-bestimmt-NIE-wieder“-Lächeln aufsetzen.

Naja, und die Wunden, die heilen über Nacht.

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Play, Rewind, Pause

Da Bloggen aus dem Krankenhaus irgendwie eigenartig ist, hier zwei Ankündigungen: Bis auf weiteres Blog-Pause (wenn ich mich dran halte) und EINLADUNG ZUR LESUNG am Dienstag Abend in die ÖGL (siehe „Lesungen“).

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suchen & finden

es ist ja prinzipiell immer wieder lustig zu sehen, mit welchen (google-)suchanfragen die menschen auf meine website stoßen. heute gab es allerdings den all-time-favorite:

„wer lebt noch“

WTF?????????????????????

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Wie aus einem antiamerikanischen Traum 100.000 Kalorien werden

Warum man im Urlaub immer, immer, immer wegfahren muss, zeigt sich mir (einmal mehr) dieser Tage. Bin ich nämlich mehr als 2 Tage hintereinander durchgehend in meinen vier Wänden, entwickelt sich ein sonst unbemerktes Gen: Das Hausfrauen-Gen. Und Nein, ich schreib das jetzt nicht, um alle mit meiner halbherzigen Frühjahrsputz-Euphorie anzustecken, sondern – ganz hausfräulich – einen guten Tipp in die Welt zu setzen.

Jedes Mal, wenn ich das Haus hüte, zeigen sich 2 Phänomene: Tagsüber schlafen und: Koch- und Backexperimente. (Was sich dann sehr schnell wieder legt). Und durch die Überdosis Schlaf führte mich folgender Traum zu dieser Wahnsinnstat:

Mir träumte, ich laufe mich Gioconda Belli durch einen neu eröffneten Palast in Managua, der allerdings mehr an ein Mausoleum aus Beton erinnert und klaue mit geschultertem Maschinengewehr den (offenbar fluchtartig) aufgebrochenen Festgästen ihr SUSHI vom Teller! Das nenne ich Revolution.

Wieder aufgewacht, musste ich mit dem zurande kommen, was sich so alles in meiner Küche befindet und nicht länger als ein halbes Jahr abgelaufen ist.

Für alle Serotonin- und Kalorien-Junkies hier nun ein kleines Rezept für Amerikanische Pancakes mit Vanille-Eis und Schokosauce …

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„Und dann geht der nächste Autor drauf“

Wie lohnend es sein kann, sich dann doch aufzuraffen, spätabends zu einer Literaturveranstaltung zu gehen, zeigte sich gestern beim zweiten Abend der „Wortspiele“ im Porgy & Bess. Unter anderem freute ich mich über die „Graz-Festspiele“, zumal mit Clemens Setz und Stefan Schmitzer 2 Grazer Autoren eingeladen waren. Einen ersten (der vielen zu erwartenden) Höhepunkte lieferte jedoch schon die kleine Zwischenansage des slowakischen Autors Michal Hvorecky, als er den letzten Auszug ankündigte, aus dem er nun lesen werde. „Und dann geht der nächste Autor drauf“.

Erkenntnisfördernd war dann auch die Lesung von Clemens J. Setz, den ich noch als Clemens Setz kennenlernen durfte und so aus alter Verbundenheit auch beim alten Namen bleibe. Erkenntnis Nummer Eins: Man sagt – geht es nach Moderatorin Marianne Lang – Clemens JE Setz. Und ich dachte, es heißt Clemens JOTT Setz. Erkenntnis Nummer Zwei: Clemens‘ Bücher sind deshalb so genial, weil er Mathematik UND Germanistik studiert. Weil nämlich: „Germanisten sind geschwätzig, Mathematiker sind geduldig“, so der Autor. Spätestens jetzt ist mir klar, ich werde nie ein „langes Buch“ schreiben. (Erkenntnis Nummer Drei: Man sagt nicht „dickes Buch“.)

Letzte Erkenntnis: Man darf Autoren im Zuge der Anmoderation immer noch fragen: „Worum geht es in deinem Buch?“ – Hier gilt mein Dank all jenen, die nicht geantwortet haben.

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There are no … in my life

In meinem Leben gibt es zwar keine Computerspiele, aber doch ein paar jener „Risikofaktoren“, die sofort auf die Titelseiten gezerrt werden (Ich höre zB Manson und schreibe – „huch“ – Gedichte; so wie ein „Problemkind“, das jüngst in einer ORF-Diskussion beschrieben wurde).

Nicht zuletzt durch meinen Bekanntenkreis verstehe ich aber eine gewisse Faszination für Computerspiele. Und in diesem Sinne ist diese Initiative wichtig.  Games do not kill. Guns do.

Und, ja, auch Marilyn Manson ist nicht schuld. Das neue Album „The High End of Low“ erscheint übrigens am 13. Mai. Und ja, der Titel des ersten Videos passt zur Diskussion: 

 „I Want to Kill You Like They Do in the Movies.“

Und für alle, die das noch nicht gesehen haben: