Podiumsdiskussion „Kunst und Geschlecht“

Im Rahmen der Ausstellung „Hans Scheirl. h_ dandy body_parts“ findet am 23. Mai um 19 Uhr ein Gespräch zum Thema „Kunst und Geschlecht“ statt, das ich moderiere. Auf dem Podium sitzen Silvia Eiblmayr (Kunsttheoretikerin und Kuratorin), Andreas Spiegl (Kunsttheoretiker, Lehrender an der Akademie der bildenden Künste Wien) und der Künstler Hans Scheirl. Ort: Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien, ehemaliges Semperdepot, Lehárgasse 8, 1060 Wien Podiumsdiskussion „Kunst und Geschlecht“ weiterlesen

Gute Ausbildung? Selber schuld!

Angesichts der überdurchschnittlich hervorragenden Akademikerquote in Österreich in Verbindung mit den ausgefeilten Regelungen zum Erlass der Studiengebühren gibt es heute eine kleine Geschichte aus den Niederungen der Realität. Es war einmal ein junger, intelligenter und unglücklicherweise auf mehreren Gebieten begabter Mann, nennen wir ihn Vincent. Nach seinem HTL-Abschluss und dem Bundesheer entschloss er sich, etwas aus seinem Leben zu machen. Er inskribierte für zwei Diplomstudien, deren Kombination ihn … Gute Ausbildung? Selber schuld! weiterlesen

Anspruch und Wirklichkeit

Da soll noch einer sagen, Literatur hat nichts mit Hoffnung zu tun. Der Hoffnung auf das vermeintliche Freibier nach Ende einer Lesung zum Beispiel. Geschehen jüngst im Literaturhaus Graz. Da gab es eine junge Autorin, die ihre Lesung außergewöhnlich reflektiert eröffnete. Nämlich mit dem eindringlichen Hinweis, dass die Anthologie, in der ihr Text erschienen ist, von der Literaturkritik ignoriert worden ist. Von der ganzen Literaturkritik? Nein, da gibt es die – Zitat – „äh, wie heißt sie noch, ach ja – Steirerkrone“. Die Autorin hat trotz intensiver Recherchen – Zitat – „in Google“ – nicht herausgefunden, zu welchem Redakteur das Kürzel unter der Kritik gehört, aber besonders kompetent könne dieser ohnehin nicht sein. Und zitiert jenen „Halbsatz“, der sich mit ihrem Text auseinandersetzt. Eins ist klar: Dieser Rezensent hat sie absolut falsch verstanden. Das müsse man nun doch in aller Deutlichkeit einmal sagen.

„Anspruch und Wirklichkeit“ weiterlesen

no, WE can’t

jahrelang war es sehr einfach, das ami-volk pauschal zu verurteilen. angesichts des wahlergebnisses tendiere ich dazu, mich pauschal zu freuen. zurück bleibt jedoch die frage : wann sind wir so weit? nicht zuletzt dieses interview macht mir bewusst, in welch arroganter lage wir uns seit fast zehn jahren befinden. seit damals (und nicht nur) halten wir uns für wahnsinnig intellektuell, grenzen uns von all jenen … no, WE can’t weiterlesen

Jugendsünden, Überzeugungen, die Basis für all das, was wir sind

wir alle haben mal an etwas geglaubt, wofür wir vielleicht sogar gestorben wären. und ganz plötzlich – kaum ist die uni fertig, der arbeitsvertrag unterschrieben, der eintritt ins eindeutige erwachsenenalter vollzogen – verleugnen wir es, machen scherze über bands, bücher oder politische einstellungen, die damals unser lebensinhalt waren.

warum ist das so? lagen wir damals wirklich falsch? hat uns nicht all das, was wir gedacht, gefühlt und geglaubt haben, zu dem gemacht, was wir sind? sprich: könnten wir es jetzt so vehement ablehnen, wenn wir nie so gewesen wären?

weiter… „Jugendsünden, Überzeugungen, die Basis für all das, was wir sind“ weiterlesen