Veröffentlicht in Literatur

Neuer Gedichtband

Ende Februar 2020 ist es soweit: Mein vierter Gedichtband „katzenpornos in der timeline“ erscheint im Luftschacht Verlag.

VORBESTELLEN!

Zusätzlich zum Buch gibt es auf dieser Website eine virtuelle Erweiterung des Bandes, die Audio-Files von Lesungen einzelner Gedichte, Faksimiles von handgeschriebenen Gedichten oder Hintergrund-Blogs zu einzelnen Gedichten umfasst. Sobald der Band erschienen ist, geht es hier zur Übersicht!

Veröffentlicht in Uncategorized

und einmal noch…

poem… hieß es am wochenende auch im „standard„: im „album“ wurde eines meiner gedichte abgedruckt, die in der anthologie „weil du die welt bist. neue liebesgedichte“ zu finden sind. offenbar ein gutes gedicht, war es am 21. jänner doch auch im „spectrum“ der „presse“ zu lesen. ich freue mich jedenfalls sehr, und für alle, die es weder dort noch da gelesen haben, poste ich es nun auch hier…

und einmal noch

silben zählen,

unter dem kopfpolster

wünsche für später.

das fenster einen spalt offen,

bei jedem wetter.

könntest schließlich

unbemerkt, dünner

als die abgestandene luft

meiner adoleszenz:

vom himmel fallen.

Veröffentlicht in Literatur

Seit acht Uhr nichts als Grausamkeiten… J’ai peur.

Es passiert (mir) nicht oft, dass ich ein Gedicht finde, von dem ich gar nicht fassen kann, es gefunden zu haben, und nicht weiß, ob ich jubeln oder heulen oder aufgeben soll.

Von Michel Houellebecq

Die Nachrichten vermischen sich wie Nadeln

In mein Gehirn geschüttet

Von der blinden Hand des Sprechers;

Ich habe Angst.

Seit acht Uhr nichts als Grausamkeiten

In meinem Apparat;

Sehr weit oben strahlt die Sonne.

 

Der Himmel ist leicht grün,

Wie Schwimmbadbeleuchtung;

Der Kaffee ist bitter,

Überall wird gemordet;

Der Himmel beleuchtet nur noch Ruinen.#

Und hier das Original für alle Frankophonen bzw. -philen

Les informations se mélangent comme des aiguilles

Versées dans ma cervelle

 Par la main aveugle du commentateur ;

 J´ai peur

Depuis huit heures, les déclarations cruelles

Se succèdent dans mon récepteur ;

Très haut, le soleil brille.

 

 Le ciel est légèrement vert,

 Comme un éclairage de pscine ;

Le café est amer,

 Partout on assassine ;

Le ciel n´éclaire plus que des ruines.

Aus: M. Houellebecq: „Wiedergeburt. Gedichte„. Französisch-Deutsche Ausgabe. Rowohlt Taschenbuch Verlag