Veröffentlicht in Medien, Politik, Privates

There are no … in my life

In meinem Leben gibt es zwar keine Computerspiele, aber doch ein paar jener „Risikofaktoren“, die sofort auf die Titelseiten gezerrt werden (Ich höre zB Manson und schreibe – „huch“ – Gedichte; so wie ein „Problemkind“, das jüngst in einer ORF-Diskussion beschrieben wurde).

Nicht zuletzt durch meinen Bekanntenkreis verstehe ich aber eine gewisse Faszination für Computerspiele. Und in diesem Sinne ist diese Initiative wichtig.  Games do not kill. Guns do.

Und, ja, auch Marilyn Manson ist nicht schuld. Das neue Album „The High End of Low“ erscheint übrigens am 13. Mai. Und ja, der Titel des ersten Videos passt zur Diskussion: 

 „I Want to Kill You Like They Do in the Movies.“

Und für alle, die das noch nicht gesehen haben:

Veröffentlicht in Medien

Arbeitsprotokoll

Weil ich immer wieder gefragt werde, was ich in meinem Job so mache und wo die Texte dann erscheinen… Im linken Menü gibt’s ab sofort die Kategorie „Arbeitsprotokoll“, in der ein paar Links zu von mir verfassten und im Web publizierten Artikeln stehen. Eine umfangreichere Liste wächst hier

Veröffentlicht in Medien, Politik

Vorlesen

Eigenartig, wie unscheinbar sich Barack Obamas gestrige Rede vor dem Kongress in den heimischen Online-Medien niedergeschlagen hat. Da sein Auftritt auf so ziemlich allen amerikanischen und mittelamerikanischen Kanälen durchgeschaltet war, konnte ich ihn in voller Länge live verfolgen (die Wedekind-Biografie hab ich fertig, „Ulysses“ geht auch hier nicht).

Neben den Punkten zu Wirtschaft und Gesundheitswesen hat mich vorallem das Thema Bildung und Obamas klare Worte dazu tief bewegt und beeindruckt. Die Anzahl der Schulabbrecher minimieren, die Akademikerquote bis 2020 an die weltweite Spitze führen – und – das Bewusstsein der ELTERN SCHÄRFEN, dass Bildung zu Hause beginnt. Und das Einfachste und Logischste von allem, was ich seit Jahr und Tag ausschließlich in den DaF-Seminaren auf der Uni, und nur dort höre, gibt er direkt an sein Volk weiter: LEST DEN KINDERN VOR. „Vorlesen“ weiterlesen

Veröffentlicht in Literatur, Medien

Buchpräsentation

Gestern ist in der Tageszeitung El Nuevo Diario ein großer Artikel über die heutige Buchspräsentation unserer Anthologie „Quiero que sepas“ erschienen. Es war ziemlich lustig, wie viele Leute mich auf der Straße darauf angesprochen haben. Leider konnte ich nach dem fragenden „Austria? Poeta?“ außer „Si“ und einem Lächeln nicht mehr antworten, und Englischkenntnisse sind hier eher Mangelware…

Hier  kann man den Artikel abrufen.

Veröffentlicht in Medien, Privates

früher war alles besser, eh klar

Kann das Netz wirklich fad werden? Wenn man zu müde ist, um auszugehen, zu faul ist, die Wohnung aufzuräumen, zu genervt, etwas für die Uni zu lernen, zu geschwächt, ein Buch zu lesen, zu aus der Welt (oder besser: in der Welt), einen Text zu schreiben, zu ausgeschlafen, um zu schlafen. Dann surft man im Netz. So wie ich jetzt. Und was passiert? Gar nix. „früher war alles besser, eh klar“ weiterlesen

Veröffentlicht in Medien, Musik

ASL version – this is the new *hit

manchmal macht stundenlanges youtube-surfen doch sinn. heute entdeckt:

die interpretation eines rocksongs für gehörlose. ein amerikanischer künstler und gehörlosen-dolmetscher hat marilyn mansons „this is the new shit“ nicht nur vor der kamera übersetzt, sondern auch künstlerisch umgesetzt. besonders bemerkenswert ist der vorangestellte disclaimer. ganz ami-like, aber liebenswert. aber seht selbst. und: keep an open mind while you watch. die manson-interpretation beginnt bei minute 1:09

Veröffentlicht in Medien, Privates

Und da sah ich: Schnee.

Wer bestimmt eigentlich, dass jetzt Weihnachten ist? Nachdem in dieser Woche weder Stephan Kimmigs „Macbeth“ im Akademietheater noch die Durchsagen der Wiener Linien für eine jener „tieferen Erkenntnisse“ gesorgt haben, über die man sich ab und zu freut, ist es einem Zufall zu verdanken, dass ich doch noch ins Grübeln geraten bin. Zuzuschreiben ist dies der Abwesenheit eines Fernsehers in meiner Wohnung. Und jenem Kulturschock, der mich ereilte, als ein lieber Kollege den schönen Büro-Bildschirm, auf dem der Teletext nonstop für Aktualität sorgt, missbrauchte, um sich die ORF-Übertragung eines Skirennens zu Gemüte zu führen. Und da sah ich: Schnee. Also: Bilder einer schneebedeckten Landschaft. Und da kam eine dunkle Erinnerung aus dem äußerst kurzen Philosophie-Studium hoch: Wo beginnt die Existenz der Dinge? Reicht es, einfach zu glauben, dass es irgendwo geschneit hat, oder hat es erst irgendwo geschneit, wenn ich es im Fernsehen sehe? Und: Was, wenn das Fernsehen es schon oft gezeigt hat, ich es aber nicht gesehen habe? Für mich gibt es seit gestern Schnee in Österreich. (Naja, das Rennen war in der Schweiz, wurscht). 

Jedenfalls unterbrechen solche Sendungen die Werbung, was den Bogen zur Existenz der drohenden Weihnachtstage schlägt. Dass Ö3 eine selbstgesungene Weihnachts-CD herausgebracht hat, hab ich schnell wieder vergessen. Ob sie deshalb aufhört zu existieren?

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Anspruch und Wirklichkeit

Da soll noch einer sagen, Literatur hat nichts mit Hoffnung zu tun. Der Hoffnung auf das vermeintliche Freibier nach Ende einer Lesung zum Beispiel. Geschehen jüngst im Literaturhaus Graz. Da gab es eine junge Autorin, die ihre Lesung außergewöhnlich reflektiert eröffnete. Nämlich mit dem eindringlichen Hinweis, dass die Anthologie, in der ihr Text erschienen ist, von der Literaturkritik ignoriert worden ist. Von der ganzen Literaturkritik? Nein, da gibt es die – Zitat – „äh, wie heißt sie noch, ach ja – Steirerkrone“. Die Autorin hat trotz intensiver Recherchen – Zitat – „in Google“ – nicht herausgefunden, zu welchem Redakteur das Kürzel unter der Kritik gehört, aber besonders kompetent könne dieser ohnehin nicht sein. Und zitiert jenen „Halbsatz“, der sich mit ihrem Text auseinandersetzt. Eins ist klar: Dieser Rezensent hat sie absolut falsch verstanden. Das müsse man nun doch in aller Deutlichkeit einmal sagen.

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